Ultrahochleistungs-Faserbeton beim Brückenbau

Die Witschi AG ist stolz, den Neubau der Brücke über die Altache in Thörigen ausführen zu dürfen.

UHFB ist um ein vielfaches fester, dichter und undurchlässiger als normaler Beton und weist ausserdem ein duktiles Verhalten auf (also wie Stahl). Er besteht aus Zement, Mikrosilikastaub, Quarzsand und Stahlfasern (bis 300 kg/m3). Seine Druckfestigkeit liegt im Bereich von 150 N/mm2, die elastische Zugfestigkeit bei 10 N/mm2.

Eingesetzt wird er in Thörigen in einer 3cm dicken Schicht und ersetzt dabei das normalerweise verwendete Hessensiegel. Der Vorteil dabei ist, dass UHFB im Gegensatz zu Epoxydharz keine Ansprüche an den Taupunkt hat. Er kann also bei jeder Luftfeuchtigkeit und Oberflächentemperatur über 5 Grad Celsius auf den frisch eingebrachten und noch feuchten Beton der Brücke aufgetragen werden. Diese Abdichtung spart enorm Zeit und ermöglich vor allem in der kälteren Jahreszeit überhaupt den Bau der Brücke und deren Abdichtung.

Forschungen laufen derzeit noch für andere Einsatzmöglichkeiten wie zum Beispiel das Giessen von T-Trägern im Spannbetverfahren. Das Ziel dabei ist, dass die Träger leichter und günstiger als vergleichbare Stahlträger sein sollen. Wir sind gespannt auf künftige Einsätze dieses spannenden Materials und nun auch gewappnet mit Erfahrung, um unsere Kunden bedienen zu können.

Bauherr:
Oberingenieurkreis IV, Dunantstrasse 13, 3400 Burgdorf  

Ingenieur:
Hartenbach & Wenger AG, Egelgasse 70, 3006 Bern  

Baujahr:
2016, 2 Monate

Technische Daten:
Sanierung Brücke, Vorfabrizierte Betonträger, UHFB-Beton

Spezielle Herausforderungen:
Ultra-Hochleistungs-Faserbeton (UHFB)

Unser Bauführer:
Michael Witschi

Unser Polier:
Stefan Burkhard

 

 

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